Aktuelles

Termin für den Basiskurs im Herbst:

30. September bis 9. Oktober 2021

 

Fortbildung im Herbst:

10. Oktober 2021

 

 

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Ausbildung zum Salzburger Bergwanderführer auf 14 Tage verlängert

 

 

Viertägiger Winterkurs ist seit 2019 verpflichtend – Österreichweite Zusammenarbeit wird angestrebt

 

 

Das Interesse an der Ausbildung zum Bergwanderführer ist in Salzburg ungebrochen groß. Jährlich kommen mehr als 40 frisch gebackene Wanderführer dazu. Der Verein „Salzburger Bergwanderführer“ zählt mittlerweile über 500 Mitglieder. Die Kursplätze sind wegen der qualitativ hochwertigen Ausbildung sehr begehrt. Da auch das Winterwandern mit Schneeschuhen in den Tourismusregionen steigenden Zuspruch erfährt, hat der Verein seine Ausbildungsrichtlinien modifiziert.

 

Um Mitglied werden zu können, muss der Aspirant nicht nur, wie bisher, den zehntägigen Basis-Sommerkurs absolviert haben. Seit 2019 ist der viertägige Winterkurs für einen positiven Abschluss der Ausbildung zum Salzburger Bergwanderführer verpflichtend.

 

„Erst wenn beide Kurse, der Sommer- und Winterteil, erfolgreich abgeschlossen wurden, wird das Zertifikat ‚Salzburger Bergwanderführer‘ verliehen“, sagt Vereinsobmann Hans Eder. Die Ausbildung zum Schneeschuhwanderführer wurde bis 2018 als freiwilliger Zusatzkurs angeboten. „Das erklärte Ziel für die nähere Zukunft ist eine österreichweite Zusammenarbeit und das Halten des hohen Qualitätsstandards unserer Aus- und Fortbildungen zum Salzburger Bergwanderführer“, erklärt Eder.

 

Lawinengefahr und Erste Hilfe im Winter im Fokus

 

Beim viertägigen Winterkurs legen die Ausbildner, sie sind staatlich geprüfte Bergführer, ein besonderes Augenmerk auf die Tourenplanung und Geländewahl mit dem Fokus auf die Schneelage und die Lawinengefahr. Ein Schwerpunkt bildet die Erste Hilfe bei winterlichen Bedingungen. Ärzte und erfahrene Notfallsanitäter verstärken wie beim Sommerkurs das Ausbildungsteam. Die Kurse bestehen aus Theorie- und Praxiseinheiten. Den Abschluss bildet die kommissionelle Prüfung. Mindestens alle drei Jahre müssen die zertifizierten Bergwanderführer einen Fortbildungskurs besuchen.

 

Der Salzburger Bergwanderführer ist ein versierter Guide. Die Ausbildungs-Kriterien umfassen u.a. Orientierung, Tourenplanung, Tourenführung, Wetterkunde und Erste Hilfe. Der Verein kooperiert auch mit der örtlichen Gastronomie und den Tourismusverbänden der Gemeinden. Der Verein wurde im Oktober 2009 anlässlich einer Gesetzesnovelle neu gegründet. Mit dem Mitgliedsbeitrag hat der Bergwanderführer automatisch eine Betriebshaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung.

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Vorsicht beim Queren von Schneefeldern

 

Bergwandertour

 

Wenn die Wandersaison beginnt, sind alpine Hochlagen oft noch mit Schnee bedeckt. Hans Eder, Obmann des Vereins der Salzburger Bergwanderführer, appelliert an die Wanderer, beim Queren von Schneefeldern auf die erhöhte Rutschgefahr zu achten. Ausrutschen und Stolpern gefolgt von Herz-Kreislaufproblemen, oft hervorgerufen durch Konditionsschwäche und falscher Tourenplanung zählen zu den häufigsten Unfallursachen beim Wandern und Bergsteigen.

 

„Der Schnee in den steilen Rinnen kann sehr hart sein. Das Risiko auszurutschen ist hoch. Wer eine Rundtour eingeplant hat und auf der Sonnenseite des Berges beginnt, sollte bedenken, dass beim Abstieg auf der Schattenseite noch Schnee liegen kann.“

 

Die Begleitung eines zertifizierten Bergwanderführers bringt für den Wanderer viele Vorteile. „Der Wanderführer kümmert sich um die Tourenplanung, die auch die aktuelle Wetterlage und die Witterungsverhältnisse auf den Bergen beinhaltet. Er kennt sich in dem Gebiet aus, er weiß um die besten Rastplätze und ist geschult in Erste Hilfe-Maßnahmen“, zählt Eder die wesentlichen Vorteile auf. Nach dem Motto „Wandern auf Rezept“ und „Wandern entschleunigt“ kann der Gast, egal ob Inländer oder Tourist, sich entspannen, vom Alltag abschalten und die Tour genießen.

 

Der Wanderboom hält nach wie vor ungebrochen an. Der Vereinsobmann rechnet weiterhin mit einer steigenden Tendenz. „Wandern liegt wie bei allen Outdoorsportarten im Trend.“ Die Gründe sind vielfältig. Wandern wurde mittlerweile als Sportart erkannt, auch die Wirtschaft ist auf das Thema aufgesprungen. Eder: „Früher hat man ein und dieselbe Wanderkleidung zehn Jahre getragen, jetzt wird saisonmäßig ein neues Gewand gekauft.“

 

Zudem wird der Urlaub in den Alpen wegen der unsicheren politischen Situation in ehemals gut besuchten, ausländischen Destinationen immer beliebter. Letztendlich haben Experten in Studien die positive Wirkung des Wanderns auf die Gesundheit des Menschen, vor allem auf das Herz-Kreislaufsystem, nachgewiesen.

 


Versicherung:

Jeder Bergwanderführer ist durch die Mitgliedschaft automatisch Haftpflichtversichert.
Die Polizze kann bei Bedarf zugesandt werden.

Zusätzlich besteht für Mitglieder die Möglichkeit eine kostengünstige Unfallversicherung abzuschließen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter wanderfuehrer@sbg.at

Mai 27, 2015 | Posted by | 0 comments

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